Hilfsangebote & Beratungsstellen

Eure Hebamme kann die erste Anlaufstelle für eure Fragen & Probleme sein. Manchmal benötigt man jedoch weiterführende Hilfe oder Spezialisten für bestimmte Gebiete.

In einer Umfrage haben fast alle Mütter angegeben, dass ihnen Beratungsstellen und Hilfsangebote mit am meisten geholfen haben. Ich selbst habe neben der Hebammenbetreuung eine Stillberatung, Trageberatung, Schlafberatung und emotionelle erste Hilfe genutzt und kann nur jedem ans Herz legen: Nehmt professionelle Hilfe in Anspruch, wenn es Schwierigkeiten gibt, die ihr nicht alleine lösen könnt!

Viele Angebote sind kostenlos oder nicht einmal teuer und selbst wenn ihr etwas mehr Geld für die gut ausgebildeten BeraterInnen zahlt, ist es das wirklich wert. Man gibt so viel Geld für unnötigen Quatsch mit Baby aus, für viel zu viele Spielsachen oder Kleidung, die dann doch nicht benötigt wird. Da dies aber meist in kleinen Beträgen hier und da gezahlt wird, fällt es kaum auf und eine Beratungsgebühr von 50 oder 350 Euro auf einmal scheint astronomisch hoch zu sein (lohnt sich aber laut allen, die mir bisher davon berichtet haben).

Nach der Geburt bekommt ihr in der Regel auch Post von der Stadt mit Flyern, in denen Hilfsangebote in eurer Region aufgelistet sind, von Schreiambulanz über Kitaberatung und Unterstütung bei allerlei anderen Problemen ist dort alles dabei.


Eine (unvollständige) Übersicht einiger wichtiger Beratungsstellen und Hilfsangebote:

 

Allgemeine Hilfe, z.B. bei Überforderung und Sorgen

  • DDIF kostenlose Familienberatung / Sorgentelefon bei der momentanen familiären Belastung – 030 / 81 45 25 90, Mi-Sa 10-12 und 19-23 Uhr. Mehr Infos.
  • Elterntelefon – kostenlos, 0800-1110550, Mo-Fr 9-17 Uhr, Di+Do auch 17-19 Uhr. Für Sorgen rund ums Elterndasein, Überforderung etc. Mehr Infos.
  • BKE Elternberatung online – kostenlose Hilfe in Foren, Gruppen- und Einzelchats mit professionellen Beratern
  • christliche (kostenlose) Familienberatungsstellen sind z.B. Caritas und Katholische Beratung
  • Beratungsstellensuche über deine Postleitzahl
  • Elternleben – Sammlung von tausenden von Beratungsstellen und Online-Angeboten für Eltern, sortiert nach Ort und Kategorien (z.B. Kleinkind, Ernährung, Partnerschaft, …)
  • Emotionelle Erste Hilfe – Die Emotionelle Erste Hilfe ist ein körperorientierter Beratungsansatz, der eine liebevolle Eltern–Kind– Bindung schon in der Schwangerschaft, der Geburt und in der Zeit danach unterstützt.
  • Nationales Zentrum frühe Hilfen – bieten einerseits telefonische Beratung an und helfen andererseits weiter, konkrete Unterstützung vor Ort zu finden, z.B. Familienpaten
  • von Anfang an e.V. Hilfe & Beratung für Eltern mit Kindern von null bis drei Jahren.
  • Mütter für Mütter gUG – Entlastung von Mamas in Krankheits- und Krisenzeiten
  • Haushaltshilfe (Familienpflege) kann zeitweise bei der Krankenkasse beantragt werden, wenn ihr einfach nicht mehr könnt und euer Partner nicht mehr in Elternzeit ist. Dies ist allerdings nicht ganz einfach und benötigt in der Regel eine medizinische Indikation (z.B. Wochenbettdepression), die von einem Arzt ausgestellt werden muss.

Alleinerziehende

Babysitter / Leihomas

  • Wellcome (ehrenamtliche Helferin, die 1-2x pro Woche für 2-3 Std. aushilft bis euer Baby max. 1 Jahr alt ist. Kosten Stand 2019: 5€ pro Stunde von euch für Wellcome).
  • Auf Betreut.de finden sich Babysitter, Haushaltshilfen, Au Pairs und mehr

Beruf

 

Elterngeld

Geburt

Schlafberatung/-coaching

  • Kindernächte  – viele Infos & Beraterinnen in deiner Nähe
  • Schlafcoaching – Erholsamer Schlaf für die ganze Familie, ganzheitlich, bindungs- und bedürfnisorientiert! Schlafentwicklung fördern, begleiten und unterstützen!

Stillberatung

Trageberatung

  • Trageschule Hamburg bietet deutschlandweit Trageberatungen an und hat auch viele Online Videos mit Anleitungen zum Tragen anlegen & binden.
  • Es gibt in fast jeder Stadt selbständige Trageberaterinnen vor Ort.
  • In Tragegeschäften (z.B. Tuchfühlung in München) könnt ihr fast immer einen Beratungstermin buchen. Die Kosten hierfür werden in der Regel auf eine dort gekaufte Trage angerechnet. Tipp: Leiht euch eine oder zwei Tragen ruhig ein paar Tage aus, wenn dies angeboten wird. Oftmals merkt ihr zu Hause im Alltag erst, ob die Trage die Richtige für euch ist oder ob es damit noch Schwierigkeiten gibt. Selbst die schönste Trage kann im Schrank vergammeln wenn ihr sie dann doch nicht nutzt, und das ist dann wirklich herausgeworfenes Geld.